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Solidarity Rice - Reis für Sierra Leone

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Solidarity Rice - Reis für Sierra Leone

Dankesbrief des Präsidenten von Sierra Leone an den YMCA (Dezember 2015)

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/Januar-2016/Presidents_Acknowledgement_on_Ebola.jpgDear Partners,

Compliments of the Season and best wishes as we celebrate the Birth of our Lord and Savior Jesus Christ.

Let me again extend my sincere thanks and appreciation to all of you who supported our work in the fight against the Ebola Virus Disease. It was tough but thank God we were able to overcome it through our collective social mobilization and community engagements.

Through our genuine commitment to the fight, it has pleased his Excellency the President of the Republic of Sierra Leone to express his sincere thanks and appreciation on behalf of his government and people of Sierra Leone to the Sierra Leone YMCA as a strong partner in this fight.

Attached is a letter i received from his Excellency the President.

Christian Martyn Kamara
National General Secretary/CEO Sierra Leone YMCA
32 Fort Street, P. O. Box 243 Freetown, Sierra Leone

Website: www.sierraleoneymca.org

"Empowering Young People for the African Renaissance"

Aktueller Stand der Ebola-Hilfe des CVJM-Westbundes (November 2015)

Offiziell wurde Sierra Leone am 7. November von der Weltgesundheitsorganisation als "Ebola frei" erklärt. Kein Wunder, dass die Bewohner des Landes dieses überschwänglich feierten. So war dieses auch die erste erlaubte öffentliche Feier seit anderthalb Jahren. Dennoch ist Vorsicht geboten, da es im Nachbarland Guinea immer noch vereinzelte Fälle gibt.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/November-2015/Setzlinge.jpgAuch im YMCA Sierra Leone ist Erleichterung eingekehrt, ist doch die ernsthafte Gesundheitsbedrohung erst einmal gebannt. Dementsprechend konzentriert er sich jetzt auf die Ebola-Nachwirkungen, auf Programme für ausgegrenzte Ebola-Überlebende und Ebola-Waisen. So hat er zu Beginn der Regenzeit mit Hilfe des CVJM-Westbundes auch 100 Landfamilien mit Saatreis und Werkzeugen versorgen können, bei denen Ebola-Opfer zu beklagen waren und die, um wegen der schlimmen Versorgungslage zu überleben, ihr Saatgut haben selber essen müssen.

Seit September 2014 konnte der CVJM-Westbund dank des intensiven Engagements von CVJM-Mitglieder, Mitarbeitenden und Ortsvereinen insgesamt sechs Lebensmittelverteilaktionen - den "Solidaritätsreis" - finanzieren. So erhielten ca. alle zwei Monate YMCA-Familien und Ebola-Betroffene eine nicht zu unterschätzende Lebensmittelration und das gerade auch vor den großen Festen.

Bericht des YMCA Sierra Leone über die sechste Verteilung von Reis und anderen Grundnahrungsmitteln an YMCA-Mitglieder

Die Ebola-Epidemie ist eine menschliche Katastrophe, die das schwache Gesundheitssystem von Sierra Leone bis zum Zerbrechen gefordert hat. Seit dem Start der Epidemie sind tausende Menschen gestorben. Entweder durch den Verlust von Mitgliedern oder durch Stigmatisierung und Scham wurden ganze Familien zerstört.

Auch nachdem die Weltgesundheitsorganisation Sierra Leone nach 42 Tagen ohne neue Fälle als Epidemie freies Land erklärt hat, arbeitet der YMCA Sierra Leone weiter engagiert mit seinen Mitgliedern und in verschiedenen Ortschaften, um sicherzustellen, dass die Anordnungen des Gesundheitsministeriums, Verstorbene nicht zu waschen, regelmäßig die Hände zu reinigen und umgehend Kranke über die 117-Notfallnummer zu melden, eingehalten werden, Durch den lang anhaltenden Ausbruch sind unsere örtlichen Einnahmen erheblich gesunken aber interessanter Weise hat die Zahl unserer Mitglieder zugenommen, als ein Ergebnis der Programme und Projekte, die wir im Zusammenhang mit Ebola in allen Regionen des Landes durchgeführt haben. So sind dieses Jahr 250 neue Mitglieder hinzugekommen. Dieses war unsere große Hoffnung, als Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Ortschaften. In Vereinen der Westregion, wie Waterloo, Kissy und Aberdeen, haben sich viele junge Leute und Verantwortliche der Orte aktiv in den YMCA-Programmen engagiert, denn der YMCA war eine der Organisationen, die die richtigen Informationen weitergaben und sie auch mit Nahrungsmitteln versorgte.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/November-2015/Reissaecke.jpgUnseren Mitgliedern haben der Reis und die anderen Grundnahrungsmittel, die ihnen von ihren Partnern im CVJM-Westbund geschickt wurden, sehr deutlich das Maß der Fürsorge gezeigt, als sie in der Krise und massiven Schwierigkeiten waren. Für sie ist durch die erhaltene Unterstützung diese Partnerschaft dauerhaft gestärkt

Die Verteilung der Lebensmittel war ein Zeichen der Hoffnung, und der begleitende Brief des CVJM-Westbundes zur Verteilaktion, wurde den Mitgliedern vorgelesen. Für sie war dies eine doppelte Versicherung der Freundschaft und Gemeinschaft.

Bei seinem regelmäßigen Besuch informierte Christian Kamara, der Generalsekretär des Nationalverbandes, dass diese sechste Verteilung vorerst die letzte sei, denn Sierra Leone sei nun Ebola frei erklärt worden.

“Die Gedanken,” so sagte er, „sollten sich jetzt um Hilfestellung in der Nachebolazeit richten und darauf, wie wir Überlebende und Waisen mit Grundnahrungsmitteln und anderen Dingen unterstützen können. Sie müssen ihr Selbstwertgefühl und den Respekt wiedererlangen, den sie einmal in ihren unterschiedlichen Ortschaften hatten.“ Weiterhin ermutigte er die Mitglieder, die Überlebenden aufzunehmen, Stigmatisierung und Diskriminierung zu vermeiden. Der Vorsitzende des Nationalverbandes ging auf die Botschaft des CVJM-Westbundes ein und sagte: „Wenn Du in Schwierigkeiten und Entbehrungen steckst, dann wirst Du erfahren, wer Deine wahren Freunde sind.“ Er lobte die Hauptamtlichen und Mitglieder des CVJM-Westbundes für deren rechtzeitige Hilfe, indem sie die nötigen Finanzen für Reis und Grundnahrungsmittel zur Verfügung stellten.

“Gott zeigte seine Treue!“ so Mitglieder der Ostregion. „Er wurde selber Teil der Partnerschaft von YMCA Sierra Leone und CVJM-Westbund. Durch sie wurden Leben verändert und Ortschaften unterstützt.“

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/November-2015/Prince.jpg“Noch nicht einmal meine Verwandten in England haben mir regelmäßig während der Ebola-Krise geholfen,“ brachte es Prince Foray vom YMCA Kissy auf den Punkt. „Dann aber habe ich gleich mehrmals Reis und andere Nahrungsmittel von den Partnern aus Deutschland erhalten. Dies hat meine Familie und mich in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit am Leben erhalten.“ Die Verteilung lief über die Regionen. Im Namen ihrer Ortsvereine nahmen die Vorsitzenden oder ihre Stellvertreter die Reissäcke, Zwiebeln, Pflanzen- oder Palmöl entgegen.

Im Namen aller Mitglieder des YMCA Sierra Leone drücke ich dem Vorstand, den Hauptamtlichen und Mitgliedern des CVJM-Westbundes, für die Unterstützung unserer Mitglieder durch diese 6. Lebensmittelhilfe unseren tiefen Dank und Wertschätzung aus. Wir beten, dass Gott Euch alle für solch großzügige menschliche Geste, die Ihr uns in der Zeit der Ebola-Epidemie entgegengebracht habt, belohnen möge.

Christian Kamara, Generalsekretär des YMCA Sierra Leone

Verteilung von Saatreis und Werkzeugen an Familien (August 2015)

Weiterhin hat der Ausbruck des Ebola Virus große Auswirkungen auf das Land und seine Bewohner, die Wirtschaft wie auch das tägliche Überleben seiner Bürger. 

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/Saatreis/reis8-1.jpgHunderte Haushalte waren vom "Angriff" der Ebola in Kailahun, Panguma und Tikonko betroffen, der ungezähltes Leid für eine große Zahl Familienangehöriger brachte. Wir alle wissen, dass diese Ortschaften von der Landwirtschaft leben. Über 95 % des Einkommens wird aus dem Verkauf dieser Produkte erwirtschaftet. Durch den Ausbruch der Seuche wurden betroffene Haushalte für 21 Tage und länger unter Quarantäne gestellt. Das hat die Landwirtschaft zum Erliegen gebracht. Wer in der Erntezeit unter Quarantäne gestellt war, konnte nichts einfahren. Und geerntete Produkte konnten nicht über Entfernungen transportiert werden, denn die Bewegungsfreiheit der Menschen war eingeschränkt. Deshalb entstand während der langen Zeit der Ebola-Invasion in Sierra Leone eine große Unterversorgung mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Die Farmer haben nur einen sehr begrenzenten Zugang zu wichtigen Technologien wie Düngemittel und verbesserem Saatgut, die den Ertrag erkennbar erhöhen. Der Zugang zu Saatreis ist zu einer großen Herausforderung geworden, weil auf der einen Seite keine Ernte eingefahren werden konnte und weil wegen der Nahrungsmittelknappheit viele Familien gezwungen waren, ihren eingelagerten Reis selber zu konsumieren, um nicht hungern zu müssen. Daher ist es erforderlich, bäuerliche Familien zu unterstützen und ihnen ihre Würde wiederzugeben. Die Hilfe für von Ebola betroffenen Familien wird die Lebensmittelproduktion in den Dörfern vergrößern und die Abhängigkeit von Regierung und Hilfsorganisationen verringern.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/Saatreis/reis8-2.jpgDank der finanziellen Mittel aus dem CVJM-Westbund konnten bedürftige Familien benannt werden. Sie erhielten Unterstützung in Form von Saatreis, Werkzeugen und Düngemitteln. Diese Familien auszuwählen war eine große Herausforderung, weil ja eigentlich alle Menschen durch die Ebola Epidemie wirtschaftlich schlimm getroffen waren, und nur die kleine Gruppe der direkt von der Krankheit betroffenen durch den YMCA Sierra Leone unterstützt werden konnten.

Bei einer der Verteilaktionen in Tikonko unterstrich der Repräsentant des Paramount Chief, dass sie seit der Benennung der Empfängerfamilien ihr ganzes Vertrauen in den YMCA setzten würden, denn dieser würde sie nicht hängen lassen. Die Unterstützung, die sie erhielten, käme vom CVJM in Deutschland und dass solche Hilfe nicht nur ihren Familien sondern dem ganzen Gemeinwesen diene.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/Saatreis/reis8-3.jpgDie Vertreter der Südregion des YMCA, Mr. Patrick Dimoh und Mr. Solomon Ernest, hoben in ihren Reden hervor, dass solche Unterstützung einmalig sei und ihnen helfen solle ihr Land zu bestellen und Reis anzubauen, so dass die umliegenden Dörfer und selbst die Stadt Bo von dieser Geste profitieren würden.

Ein Auswahlkriterium war, dass jede dieser Bauernfamilien eine durchschnittlich zehn Personen groß sein musste. Auf der einen Seite benötigen sie selber später viel Reis als Grundnahrungsmittel und auf der anderen Seite haben sie genügend Arbeitskräfte um die Felder zu bestellen.

Unter Tränen drückte Nancy Yoko, eine der Empfängerinnen in Tikonko, ihre Dankbarkeit dem YMCA gegenüber aus: "Wir dachten, dass alles verloren sei und die meisten von uns müssten verhungern. Uns fehlten einfach die nötigen Mittel für den Anbau."

James Ndanema drückte es so aus: "Der YMCA hat uns nicht nur Saatreis gegeben, Werkzeuge und mehr, so dass wir säen und später ernten können. Denn es war schimm für uns zu sehen, die wir früher auf dem Land aktiv waren, wie die Tage ins Land gingen, ohne dass wir etwas tun konnten, denn uns fehlte der Saatreis. Ich danke dem YMCA und versichere Euch, dass Eure Unterstützung nicht umsonst war!"

"Von einer christlichen Organisation geholfen zu bekommen, obwohl ich Muslim bin," erklärt Sheku Kallon aus Panguma, "bringt's dass ich mich wie ein Christ fühle und wegen solcher Geste und Freundlichkeit will ich zum Christentum konvertieren. Ich war so überrascht, dass ich solch eine Unterstützung von den Christen erhalten habe. Meinen ganzen Haushalt habe ich durch die Ebola-Epidemie verloren. Und so will ich jetzt diese unerwartete Hilfe gut nutzen." Er betete auf seine islamische Weise und endete, indem er Jesus dankte."

Die derzeitige Unterstützung reicht für 100 Bauernfamilien: 50 kommen aus Tikonko und Umgebung, 30 aus Kailahun und 20 aus Panguma. Alle 100 Empfänger wurden benannt. Dabei haben das Regionalbüro des YMCA und die Ortschaften geholfen. Der Saatreis wurde vor Ort gekauft und die Werkzeuge bei örtlichen Schmieden und Geschäften.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/Saatreis/reis8-4.jpg Im Namen der hauptamtlich und ehrenamtlich Mitar-beitenden des YMCA Sierra Leone und der Empfänger aus Tikonko, Kailahun und Panguma übermitteln wir den Mitgliedern des CVJM-Westbundes un-seren tiefen Dank und Wertschätzung für solch großzügige Unterstützung in dieser schlimmen und herausfordernden Zeit in der Geschichte unseres Landes. Diese Hilfe kommt zur rechten Zeit und ist überwältigend, denn mit dem, was sie erhalten haben, sollten die Farmer in der Lage sein, die Verfügbarkeit von Reis in den Ortschaften und dem gesamten Land zu erhöhen. Und noch einmal: Herzlichen Dank all denen, die dieses möglich gemacht haben und wir danken Gott für seine Gaben an unsere deutschen Schwestern und Brüder.

Christian Kamara
Generalsekretär des YMCA Sierra Leone, August 2015

Aus Solidaritätsreis wird Saatreis

Gott seid Dank! Die Epidemie klingt ab. Derzeit gibt es nur noch ca. 1 Fall pro Tag. Deshalb werden jetzt vom YMCA Sierra Leone mit der Hilfe aus dem CVJM-Westbund 100 Bauern in der jetzt beginnenden Regenzeit mit Saatreis versorgt. Das sind Ebola-Witwen und -Witwer und stigmatisierte Ebola-Überlebende in den Bereichen Kailahun, Tikonko und Panguma. Dort gibt es jeweils örtliche YMCAs. Man geht nämlich von ca. 40 % Ernteausfällen im Lande aus, weil im letzten Sommer (Regenzeit) nicht alle Felder bestellt werden konnten. Wegen der schwierigen Lage hat manche Bauernfamilie den eingelagerten Saatreis auch selber essen müssen, bzw. die Felder konnten nicht sachgerecht gepflegt werden.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/saatreis.jpgMit diesem Engagement soll nun Landfamilien die „wirtschaftliche Grundlage“ wiedergegeben werden. Dazu erhalten sie das Saatgut, Werkzeug und Dünger und werden bis zur Ernte von Mitarbeitern des YMCA begleitet. Vielfach wurden Häuser von Ebolaopfern aus Hygienegründen, mit allem was darinnen war, niedergebrannt. Daher auch die Notwendigkeit neuer Werkzeuge. Von diesem Projekt werden an die 1.500 Menschen profitieren, nämlich die Großfamilien dieser Farmer. Und darüber hinaus natürlich noch viel mehr, weil sich das Angebot von Reis auf den örtlichen Märkten nach der nächsten Ernte spürbar erhöhen wird.

Bericht über die Verteilung von "Solidaritätsreis" zu Ostern 2015

Freetown, den 04. Mai 2015

Mit der Unterstützung des CVJM-Westbundes konnte der YMCA Sierra Leone in den letzten Monaten mehrfach Lebensmittel an seine Mitglieder verteilen. Das war ein starkes Zeichen der Solidarität und Anteilnahme in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit in der Geschichte unseres Landes, die durch den Ausbruch der Ebola verursacht wurde, der nun schon über ein Jahr andauert.

Seit September 2014 hat der CVJM-Westbund den Mitgliedern und Ortschaften, die von dem Ausbruch schlimm betrofffen waren, Reis und andere Lebensmittel zur Verfügung gestellt. Während wir den auferstandenen Herrn feierten symbolisierte die aktuelle Gabe zu Ostern ein Miteinander und erinnerte alle YMCA-Mitglieder daran, dass sie selbst in solch schwierigen Umständen nicht alleingelassen sind, denn in Deutschhland sind ihre Schwestern und Brüder mit ihren Gebeten bei ihnen und versorgen sie auch mit Lebensmitteln, so wie Christus selber es sagte: "Was immer Du diesen Geschwistern tust, du hast es mir getan!"

Die Unterstützung unserer deutschen Partner mit Lebensmitteln, zusammen mit ihrer Anteilnahme und Gebet für unser Land, macht den großen Unterschied. Diese Hilfe ist eine einzigartige Chance, die weltweite Gemeinschaft der Christen, die füreinander sorgt, sichtbar zu machen und damit auch die Ortsvereine und den YMCA im ganzen Land. Der Reis wurde in den Regionen gekauft. Die Vorsitzenden der Ortsvereine oder ihre Repräsentanten holten sich ihr Kontingent ab, wobei sie mit Lob und Dank für ihre Partner für solch menschliche Geste nicht sparten. Für sie war es mehr als nur Partnerschaft, denn selbst ihre Verwandten haben sie während der gesamten Plage nicht unterstützt, aber die deutschen Partner taten es. So hat dies einen dauerhaften Eindruck in den Köpfen unserer Leute hinterlassen, bis hin zu den Generationen, die noch nicht geboren sind. Bei der Verteilung des Reises in der Westregion war ich selber in einigen Ortsvereinen dabei und das war, was ich dort erlebte.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/soli-5-1.jpgRupert ist 22 Jahre alt. Er ist einer der jungen Leute im YMCA Freetown und sagt: "Erst seit Anfang 2014 bin ich Mitglied im YMCA und bin tief beeindruckt von der Liebe und Solidarität, die uns in dieser Zeit der besonderen Herausforderungen in unserem Land entgegengebracht wurde. Dank "Solidaritätsreis" haben wir nun Essen auf dem Tisch und meine Familie ist glücklich."

Theresa ist 23 Jahre alt und Jugendmitarbeiterin im YMCA Freetown: "Ich danke dem YMCA Sierra Leone für den "Solidaritätsreis", den wir erhalten haben. Wir sind durch schwierige Zeiten gegangen, aber noch extremer, als Ebola und Hunger unsere Familien überfiel. Doch trotzt allem habe ich für meine Familie etwas zum Essen auf dem Tisch. Gott segne den YMCA."

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/soli-5-2.jpgUnter ihnen war auch Christian Vandi, der Schriftführer des YMCA New Site. Von Beruf ist er Lehrer: "Es ist einmalig, wie ich die Solidarität, Einheit und Einigkeit in unserer Organisation zur Zeit erlebe. Die Plage Ebola ist wie der Rebellenkrieg von damals. Unsere Bewegungen waren eingeschränkt, wir hatten keine Möglichkeit Geld zu verdienen. Zur Zeit sind wir abhängig von dem bisschen Gehalt vom Bildungsministerium, das nicht einmal für eine Woche für ein vernünftiges Essen am Tag reicht. Unser Leben war miserabel und wir lebten von der Gnade Gottes. So sind wir dem allmächtigen Gott und unseren Partnern im CVJM-Westbund dankbar, die uns unser Leben wiedergegeben haben. Wir waren dabei zu sterben, doch jetzt leben wir! Eine Reihe von uns Leuten wäre an Hunger und anderen Krankheiten gestorben, ohne dass Ebola die Ursache gewesen wäre, genauso wie es andernorts geschah, wäre da nicht die menschliche Unterstützung unser Partner gewesen. Dafür sind wir sehr dankbar und all denen, die es möglich gemacht haben, dass die Hilfe uns erreichte.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/soli-5-3.jpgIch habe eine große Familie, einschließlich meiner Cousins, Brüder und Schwestern, meine Mutter, Tante, meine Frau und vier Kinder. Wir sind zu fünfzehn. Meine Frau ist Kleinsthändlerin, die immer hinzuverdient hat, Doch Ebola hat die Haupthandelswege blockiert, und jetzt müssen wir allein von meinem Gehalt leben, was nicht einmal für eine Woche Essen reicht. Gott sei Dank kam der "Solidaritätsreis" zur rechten Zeit. Mit dieser YMCA-Lebensmittelunterstützung kann ich nun meine Familie jeden Tag mit ausreichendem Essen versorgen. Und meine Kinder werden die nächsten Monate gesund bleiben, weil sie genügend zu Essen bekommen."

Insgesamt konnten 330 Säcke Reis, 100 Kanister mit Pflanzenöl und 100 Säcke mit Zwiebeln an YMCA-Mitglieder im ganzen Land verteilt werden.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Soli-Rice/soli-5-4.jpgDer YMCA Sierra Leone drückt den Mitgliedern des CVJM-Westbunds in Deutschland seine tiefe Dankbarkeit und Wertschätzung für die fortgesetzte Unterstützung unserer Mitglieder und ihre Gebete aus. Solche Geste wird niemals vergessen werden und wir beten, dass Gott die Partnerschaft weiter leben lässt. An die Mitglieder des CVJM-Westbundes geht unser aufrichtiger Dank für solch eine großzügige Unterstützung mit "Solidaritätsreis" und Lebensmitteln in dieser sehr schwierigen und herausfordernden Zeit. Die Situation verbessert sich. Derzeit haben wir in zehn von zwölf Distrikten keine neuen Ebola-Infektionen mehr zu verzeichnen.

Unsere Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, aber dank unserer Schwestern und Brüder aus Deutschland, die ihre Resourcen gegeben haben, ist es möglich geworden, dass wir all dies erhalten konnten. Ohne dies würde unser Leben jetzt anders aussehen.

Wir sind sehr dankbar und wir beten, dass Gott die Bande zwischen unseren CVJM stärken möge. Wir sind sehr froh zu erleben, dass wir in dieser Sache zusammenstehen. Deshalb ist unsere Freude Eure Freude, so wie auch unsere Traurigkeit Eure Traurigkeit ist. Der Herr sagt, ich werde Dich niemals verlassen noch aufgeben! Noch einmal herzlichen Dank und wir beten, dass Gott uns an allem wachsen lässt, was unsere Hände zu tun bekommen.

Christian Kamara
Generalsekretär des YMCA Sierra Leone

Die aktuelle Situation

Während der Ebola Virus weiter die Leben der Sierra Leonis nimmt, wo über 947 Menschen inzwischen gestorben sind, gibt es die tiefe Sorge, was die Nation am Ende dieser tödlichen Epidemie im Begriff ist zu verlieren. Die ansteigende Zahl der neu Infizieren, besonders im Westen, hat eine neue Panikwelle und andere soziale Unruhen erzeugt, weil Freetown (die Hauptstadt) und Waterloo, seit dem 1. Oktober, anscheinend mit über 70 % der neuen Fälle führend sind. Eine der Hauptübertragungswege ist der Körperkontakt.

Das bedeutet, dass die meisten Menschen, um ein Einkommen zu verdienen, nicht mehr ihrer normalen Arbeit nachgehen können, unsere Mitglieder eingeschlossen. Das hat unzähliges Leiden für die meisten unserer Mitglieder und die Sierra Leonis gebracht, die für ihr tägliches Überleben auf ihren Kleinsthandel angewiesen sind. Schulen und Colleges sind derzeit geschlossen, sowie Fabriken und die meisten Büros. Das bedeutet für die meisten unserer Leute die Arbeitslosigkeit. Als Organisation ist unser örtlich erzieltes Einkommen seit dem großen Ausbruch im Juli auf null gesunken.

Unser Hostel, das Restaurant und das Fitness Centre mussten alle geschlossen werden, um Körperkontakte zu vermeiden. Unsere Mitglieder können ihre Mitgliedsbeiträge in dieser schweren Zeit nicht bezahlen. Wegen des Notstandes den wir derzeit haben, finden Treffen der Ortsvereine derzeit nicht mehr statt. Es ist verboten sich zu treffen, es sei denn für Sitzungen im Zusammenhang mit Ebola. Der Zugang und die Finanzierbarkeit von Lebensmitteln sind die für die meisten Menschen zu den Schlüsselherausforderungen geworden, bis dahin, dass sogar einige an Hunger sterben. Und die Aktivitäten in der Landwirtschaft sind drastisch reduziert - auch das ist ein Ergebnis der Ebola-Epidemie.

Christian Kamara, Generalsekretär YMCA Sierra Leone

Statistik zur Ebola-Situation aus dem November 2014 in englischer Sprache