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Erfahrungsberichte

Gründe [für] einen CVJM

Erfahrungen

Immer wieder werden im CVJM-Westbund neue CVJM gegründet. Erfahrungsberichte der Gründer gibt es hier.

Videos

Zur Aktion "YOU @re CVJM" wurden bei der "CVJM Mitgliederversammlung" in Dassel, Oktober 2012, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interviewed zu dem Thema "Warum bist Du im CVJM?".

Die Videos sind auch zu finden unter:
www.youtube.com/ymcaeurope







Erfahrungsberichte

"Jungen Menschen ein zu Hause bieten, sie begleiten, in Gemeinschaft fördern und fordern, soziale Kompetenzen vermitteln und christliche Werte leben" - das ist die Vision des CVJM Mainz-Finthen. Als nunmehr fünfter CVJM in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz wurde der CVJM Mainz-Finthen durch 18 Gründungsmitglieder am 29.01.2012 in den Räumen der evanglischen Kirchengemeinde Finthen gegründet. Nachdem die Jugendarbeit in den vergangenen zwei Jahren durch den CVJM-Kreisverband Rheinhessen aufgebaut wurde, gibt sich der CVJM mit der Gründung nun einen Rahmen, in dem die ökumenische Jugendarbeit vor Ort nachhaltig gestärkt werden kann. Für diesen Wunsch und mit Blick auf die Vision des Vereins wünschen wir von Herzen Gottes Segen und gutes Gelingen bei allen Vorhaben.

Ein ganzes Wochenende als CVJM-Familie gestalten und die Gründung des neuen CVJM in Mainz-Finthen feiern. Das haben sich die engagierten Mitglieder des neues Vereins nicht nehmen lassen. Der gemeinsame Start mit einem CVJM-Brunch, Angebote für die Kleinsten der Gemeinde, Workshops -die neben köstlichem Brot für das Abendmahl auch ein neues CVJM Lied hervorgebracht haben- ein Kids-Action-Day für Jungscharler, der gemeinsame Spiel-Ohne-Grenzen-Abend, bei dem katholische und evangelische Christen Ökumene im CVJM ge- und erlebt haben, bildeten die Höhepunkte des ersten Tages. Mit einem Abendmahls- und Segnungsgottesdienst wurden der gesamte Vorstand des neuen Vereins in seinen Dienst berufen. Die anschließende Gründungsfeier mit vielen Gästen aus den benachbarten CVJM in Mainz, dem Kreisverband Rheinhessen und Vertretern aus Kirche und CVJM-Westbund bildeten einen Auftakt für den Start in eine verheißungsvolle Zukunft. Finanzielle Unterstützung wurde dem Verein durch die Johann-Jotzo-Stiftung zuteil. Wir wünschen dem jungen Verein für seinen Auftrag "Jungen Menschen ein zu Hause bieten, sie begleiten, sie fördern und fordern, ihnen soziale Kompetenzen und christliche Werte vermitteln und sie in unsere Gemeinde einladen" alles Gute und den Segen unseres Gottes.

Germo Zimmermann

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gründen eines Vereins? Diese Frage habe ich mir im Zusammenhang mit der CVJM-Gründung in Thalfang gestellt. Zunächst baute ich als Kreissekretärin eine Jungschar auf. Alle Aktionen und Veranstaltungen ruhten auf meinen Schultern und ohne mich lief nicht viel. Mein Gedanke war immer, bevor ich die CVJM-Gründung angehen kann, muss ich in Thalfang erst die entsprechenden Strukturen aufbauen. Doch da alles an mir hing, war dies nicht so einfach zu verwirklichen. Nach zwei Jahren Jungschar- und damit verbundener Elternarbeit, kam die Überlegung auf „warum versuchen wir nicht einen CVJM zu gründen“. Von der Gemeinde bestand der Wunsch, Eltern der Jungscharler standen hinter mir und somit wurde zu einem Infoabend zum Thema „Gründe [für] einen CVJM“ eingeladen. Leider war der Abend nur sehr schlecht besucht, eigentlich ein Grund aufzugeben. Trotzdem wurde die Arbeit und die Struktur des CVJM vorgestellt. Die wenigen, die da waren, ließen sich soweit begeistern, dass beschlossen wurde einen Termin für die CVJM-Gründung festzulegen und jeder der Anwesenden dafür zu sorgen, dass noch weitere Personen zur Gründung kommen. Und es funktionierte: Am Gründungstag waren mehr wie ausreichend Leute anwesend. Der CVJM Thalfang wurde gegründet und ab da hat sich alles verändert.

Plötzlich gab es einen Vorstand, der mit überlegte welche Veranstaltungen man durchführen könnte. Außerdem waren viele Leute da, die mit anpackten und so war der CVJM auf allen örtlichen Festen und Veranstaltungen mit einem Infostand, Spieleposten oder Verkaufsstand präsent – und dies meist ohne das meine Anwesenheit nötig war.

Im Nachhinein fragte ich mich dann, warum wir die CVJM-Gründung nicht schon früher gestartet haben. Wichtig ist Kontakte aufzubauen und Interesse zu wecken, die Strukturen entwickeln sich nach der Gründung viel einfacher.

„Was hab ich vom CVJM – bringt mir das nicht viel mehr Arbeit?“ Diese Frage stellte der Pfarrer in Morbach und war der Haupthinderungsgrund, dass eine CVJM-Gründung nicht schon früher angegangen wurde.

Bedenken auf Seiten des Pfarrers waren: Zum einen ist er in der Kinder- und Jugendarbeit in seiner Gemeinde sehr engagiert und dies wollte er auf keinen Fall einfach aus der Hand geben. Auf der anderen Seite bestand aber auch die Befürchtung des Mehraufwands. Denn, wenn ein CVJM gegründet würde, wollte der Pfarrer auf jeden Fall in den Vorstand.

Schließlich überzeugten die Argumente, dass er sich im Vorstand einbringen kann, aber jemand anderes den Vorsitz übernimmt. Außerdem ruht die Verantwortung nicht mehr allein auf seinen Schultern, sondern sie verteilt sich genau wie die Arbeit auf die Schultern mehrerer. Desweiteren kann durch den CVJM eine Struktur aufgebaut werden, die die Weiterführung der guten Kinder- und Jugendarbeit in Morbach gewährt, wenn es zu einem Pfarrerwechsel kommen sollte. Nachdem der Pfarrer überzeugt war, dass es ihm nur Vorteile bringt, wurde zu einem Infoabend zum Thema „Gründe [für] einen CVJM“ eingeladen. Die Teilnehmerzahl an diesem Abend machte deutlich, dass ein großes Interesse an guter Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde besteht. Am Ende haben sich viele ausgesprochen, bei der CVJM Gründung dabei zu sein und einige haben sich auch bereiterklärt, sich in den Vorstand wählen zu lassen.

Nach so vielen positiven Rückmeldungen wurde einen Monat später (im Oktober 2011) zur Gründung eingeladen und der CVJM Morbach mit 24 Jugendliche und Erwachsenen gegründet.

Kaum war der CVJM gegründet gingen die Überlegungen und Planungen über eigene CVJM-Räume, deren Gestaltung und die Durchführung einer Zeltfreizeit an Pfingsten los. Nun hängt die Jugendarbeit nicht mehr allein an dem Pfarrer, sondern mehrere engagierte und begabte Leute bringen sich mit in die Arbeit ein. Und plötzlich fragte sich der Pfarrer: „Warum haben wir das nicht schon früher gemacht?“