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Begegnung mit einem ghanaischen „Elder Statesman“ mit CVJM-Vergangenheit

23.01.2012 07:34 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 0)

Hier in Accra, der Hauptstadt von Ghana/Westafrika, vertrete ich den CVJM-Westbund bei dem seit sechs Jahren andauernden Beratungsprozess für den YMCA in Ghana, durch seine internationalen Partner-CVJM, initiiert vom Weltbund der CVJM. Das sind drei Tage intensiver Sitzungen. Der YMCA Ghana stellt seinen Aufgabenplan für dieses Jahr vor und gemeinsam wird überlegt, wie das zu finanzieren ist.

Ein Höhepunkt dieses Partnertreffens ist eine Einladung des letzten Staatspräsidenten Ghanas, von John Kofi Agyekum Kufuor. Ich kannte ihn bisher nur von Wahlplakaten, die ich vor Jahren in Konongo, einige Autostunden nördlich von Accra gesehen habe, als er um eine zweite Amtszeit in Ghana kämpfte, denn hier gibt’s ähnlich wie in den USA nur zwei Wahlperioden für einen Präsidenten, und ich kannte ihn natürlich aus dem Fernsehen und aus den Zeitungen, in den Tagen, als er hier das Land acht Jahre lang regierte und so bin ich nun sehr gespannt auf die Life-Begegnung.

In seinen Jugendtagen nahm John Agyekum Kufuor an Programmen im YMCA-Zentrum in Kumasi teil. Vor allem ist ihm Tischtennis in Erinnerung. Das war in der alten YMCA-Militär-Baracke aus der britischen Kolonialzeit. Die gibt es leider schon lange nicht mehr. Sie wurde abgerissen, statt dessen hat ein Investor dort ein Geschäftsgebäude errichtet und dem YMCA ein paar Räume abgetreten. In seinen Tagen als Abgeordneter im ghanaischen Parlament kam er immer mal wieder auf einen Happen in die YMCA-Kantine an der Castle Road, wo das YMCA-Zentrum liegt.

Gegen halb eins geht’s also los in Richtung Büro des ehemaligen Präsidenten, der durchaus für eine Verbesserung des internationalen Renommees von Ghana gesorgt hat. Der Staat stellt ihm immer noch einen Dienstwagen und ein Bürogebäude zur Verfügung. Wir, das sind alle ausländischen CVJMer aus Kanada, USA, Afrikanische Allianz und Deutschland und die leitenden Mitarbeiter des YMCA Ghana. Wir werden in einen Empfangsraum geführt, mit vielen vielen Stühlen, auf denen wir alle Platz finden. Und nach einiger Zeit kommt er auch dazu, der ehemalige Präsident von Ghana. Es ist eine entspannte Atmosphäre, Kwame Gyma, der Präsident des YMCA Ghana nimmt neben ihm auf dem Sofa Platz und Verantwortliche des YMCA, wie auch er erklären ihm, was der YMCA im Moment so tut, warum all die ausländischen CVJMer hier sind, welche Herausforderungen der YMCA für sich zur Zeit sieht, und „seine Excellenz“ nimmt beredt Anteil an den aktuellen Entwicklungen. Nächste Woche Donnerstag ist er der Mittelpunkt einer Fundraisingveranstaltung des YMCA in einem Hotel in der Stadt.

Ich werde ihm von Kwabena Nketia-Addae, dem Generalsekretär des YMCA Ghana, als Eckard Geisler, genannt Wofa Yao (Onkel Yao – an einem Donnerstag geboren), vorgestellt. Klar, dass er sich den letzteren traditionellen Namen besser merken kann, so ergibt sich die Gelegenheit nach dem Ende des offiziellen Empfangs noch kurz zu plaudern. Der Name in Twi hat doch seine Neugierde erweckt. Und so kann ich ihn ins Bild setzen, dass ich seit sechzehn Jahren regelmäßig als Vertreter des CVJM-Westbundes im Rahmen der Partnerschaft mit dem hiesigen YMCA nach Ghana komme. Und völlig überrascht ist er dann, als ich ihm in seiner Muttersprache „Gottes Segen“ wünsche.

Damit habe ich also in nur fünf Tagen bereits zum zweiten Mal präsidentiale Hände hier in Westafrika geschüttelt. Die letzten waren die von Ernest Bai Koroma, dem Staatspräsidenten von Sierra Leone, dem ich auf der Autofähre von der Innenstadt von Freetown rüber zur Flughafenhalbinsel Lungi begegnete.

Beeindruckend ist, dass John Agyekum Kufuor, dieser honorige Elder Statesman, sich nach all den Jahrzehnten zu seiner Jugendzugehörigkeit zum YMCA in Ghana offen bekennt, die offensichtlich sehr prägend für ihn war und dem YMCA heute aktuell hilft, noch populärer zu werden und ihn bei seinem Bemühen aktiv unterstützt, vor Ort hier in Ghana Gelder für die Jugendarbeit aufzutun.

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