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Bericht über die Verteilung von Reis und Lebensmitteln an YMCA-Familien und Nachbarn, im Dezember 2014

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Bericht über die Verteilung von Reis und Lebensmitteln an YMCA-Familien und Nachbarn, im Dezember 2014

20.02.2015 08:41 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 1)

Freetown, 13. Januar 2015

Während Ebola weiter unser Land verwüstet, steigen die Infektionsraten im Westen und Norden, während sie im Süden und Osten des Landes fallen. Die Plage hat die meisten Haushalte wirtschaftlich lahm gelegt, so dass die meisten Verdiener ihre Familien nicht mehr mit ausreichend Nahrung versorgen können, ganz zu schweigen vom Geldverdienen. Sie können ihre Familien nicht mehr in ihren sozialen Bedürfnissen unterstützen.

Seit August 2014 stellte der CVJM-Westbund dreimal Mittel zur Verfügung, die es uns möglich gemacht haben, YMCA-Mitglieder und Haushalte, die unter Quarantäne standen und durch diese Seuche besonders schlimm betroffen waren, mit Lebensmitteln zu versorgen.

Die Verteilung im Dezember umfasste nicht nur Reis, sondern auch andere Zutaten, wie Speiseöl und Zwiebeln. Das war für die Familien sehr ermutigend, denn so hatten sie in dieser Festzeit gutes Essen. - Besonders diese Lieferung hinterließ bei unseren Mitgliedern fröhliche Gesichter. Sie erhielten für ihre Familien alle Zutaten für ein gutes Mittagessen an den Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel.

Der Reis und die anderen Lebensmittel wurden in den Regionen gekauft und durch die Vorsitzenden der Ortsvereine entsprechend der ihnen zugeteilten Menge abgeholt. Die Verteilung unter den Mitgliedern wurde sehr wohl von deren Umfeld wahrgenommen, bis dahin, dass viele Leute am YMCA Interesse zeigten. Die meisten Mitglieder, besonders die Erwachsenen mit großer Verantwortung für ihre Familien, waren so dankbar, dass sie sie inmitten all der aktuellen Herausforderungen mit Nahrungsmitteln versorgen konnten und dass die Deutschen so großzügig waren, ihnen dieses zu ermöglichen.

Bei der Lebensmittelverteilung im YMCA Waterloo sagte der Vorsitzende Dick Johnson: "Ich bin nicht überrascht, dass die Deutschen, die so bereits während des Krieges halfen, es jetzt, während dieser schwierigen Zeit der Plage, wieder tun. Ich danke den Mitgliedern im CVJM-Westbund für diese Geste." Er betonte, dass man in der Not seine wahren Freunde kennen lernen würde. "Diese freundliche Geste unserer deutschen Geschwister wird nicht vergessen werden, denn Generationen, obwohl sie noch nicht geboren sind, werden die Geschichten hören, wie sie uns während des Krieges und dieser Epidemie unterstützt haben."

Beatrice Johnson, Mitglied des YMCA Kissy sagte: "Partnerschaft ist wie Mann und Frau. Egal was geschieht, sie sind immer füreinander da. Und jemand, der dir dreimal hintereinander Nahrung gibt, muss ein sehr guter und bedeutsamer Freund sein." Sie dankte den Mitgliedern des CVJM für die Lebensmittel. "Die meisten Leute sterben nicht an Ebola sondern am Hunger. Dass wir nun Reis und Zutaten bekommen, ist mehr als ein Segen. Wir beten, dass Gott die Partnerschaft stärkt und danken denen, die selbstlos diese Unterstützung gegeben haben und denen die dieses koordinierten, so dass es uns zur rechten Zeit erreichte."

Bei einem ähnlichen Treffen in Makeni, sagte Marie Kamara, ein Mitglied des örtlichen YMCA, die selber Opfer des Ebola Virus wurde, unter Tränen: "Ich habe meine ganze Familie verloren und dazu, als ein Ergebnis der Stigmatisierung, meine Arbeitsstelle. Und nun habe ich drei Kinder zu versorgen, ohne Arbeit und ohne Geld. Es ist für mich kaum zu glauben, jetzt Reis, Pflanzenöl und Zwiebeln zu haben und dass der YMCA uns, so wie es die Bibel sagt, versorgt: 'Als ich hungrig war, gabst Du mir zu essen. Jetzt darfst Du in das Reich Deines Herrn eingehen.' 'Was immer Du Menschen tust, das tust Du mir,' sagt Jesus. - Ich werde immer Mitglied des YMCA bleiben, bis das ich sterbe. Und das nicht wegen des Essens, sondern wegen der Geste, die dahinter steht."

Ehemalige Vorstandsmitglieder in Bo und Kenema wurden auch mit der Verteilung bedacht. Einer von ihnen sagte: "Tatsächlich, der YMCA ist wie eine Familie. Egal wo Du bist, es gibt Brüder und Schwestern, die Dich nicht vergessen!" Einhellig drückten sie von Herzen für solch große menschliche Geste ihre Dankbarkeit und Wertschätzung den Mitgliedern des CVJM-Westbundes aus: "Das ist Hilfe für die Mitglieder des YMCA Sierra Leone und das ganz besonders in dieser kritischen Zeit, in der Ebola das Land und seine Bewohner weitgehend zerstört."

Für die 20.000 € konnten 360 Säcke Reis, 1.135 Liter Pflanzenöl und 158 Säcke Zwiebeln gekauft und an alle Ortsvereine verteilt werden.

Im Namen des YMCA Sierra Leone und auch persönlich, als Generalsekretär des Nationalverbandes, übermittle ich den Mitgliedern des CVJM-Westbundes unseren tiefen Dank und die Wertschätzung für diese wunderbare menschliche Geste, in dieser schwierigen Zeit die Nahrungsmittel und Zutaten unseren Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. Die meisten unserer Leute sagten: "Es ist so, als ob Gott Manna aus dem Himmel regnen lässt, aber hier sind es die Deutschen die so großzügig sind, bis dahin, dass wir nun Reis und Zutaten haben, so dass wir uns ein schönes Essen in der Festzeit zubereiten können." Wir sind sehr dankbar und wir beten darum, dass Gott die Verbindung zwischen unseren beiden YMCAs fortwährend stärkt und dass die Verantwortlichen beider Institutionen vereint weiterarbeiten.

Christian Kamara Generalsekretär YMCA Sierra Leone

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Kommentar von Friedo | 20.02.2015

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