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Kühle Nächte und intensives Arbeiten in Koforidua, Ghana, Westafrika

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Kühle Nächte und intensives Arbeiten in Koforidua, Ghana, Westafrika

16.01.2015 11:59 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 0)

Man glaubt es kaum, doch Nächte in Westafrika können auch richtig kühl sein, so dass man in der Nacht schon froh ist, wenn ein Bettlaken als Decke den Leib bedeckt. Und das Wetter hier in Ghana ist zurzeit gar nicht so gewohnt tropisch, denn der Hamartan, ein für diese Jahreszeit gewöhnlicher Wüstenwind von der Sahara, bringt trockene und eben auch kühlere Luft nach Ghana. Das ist ein angenehmes sommerliches Klima für einen Deutschen, wäre da nicht der viele rötlichbraune Staub, den der Wind aus der Sahara hierhintreibt, sich in die Lungen setzt, auf alle Möbel, einfach überall hin. Und eine nächtliche Tiefsttemperatur von 16 Grad, wie ich es für einige höhere Lagen hörte, ist dann für hiesige Verhältnisse wirklich bitter kalt. Dazu kommt, dass der Staub wie ein Dunst in der Luft liegt und die Fernsicht einschränkt, so dass zur Zeit alle Inlandsfluglinien ihre Flüge eingestellt haben, wegen Sichtweiten unter 400 Metern.

Das stört aber nicht die Hauptamtlichenklausur des YMCA Ghana, bei der ich zurzeit im YMCA-Regionalzentrum in Koforidua, der Hauptstadt der Ostregion, mitarbeite. Heftige westafrikanische Wolkenbrüche in der Regenzeit, würden da eher stören, denn die sind hier mit heftigstem Schneefall und Glatteis bei uns gleichzusetzen. Dann läuft hier nämlich nichts mehr. Treffen werden abgesagt, Sitzungen finden nicht statt, Verabredungen platzen…

Seit Mittwochnachmittag sind nun dreizehn Hauptamtliche des YMCA Ghana in Koforidua für eine viertägige Klausur. Anfang letzten Jahres hat sich der Nationalverband für die nächste Zeit als Aufgabe die Stärkung von Ortsvereinen gestellt. Ein Fragebogen wurde für Mitglieder, einer für Mitbürger und einer für Ortsverantwortliche entworfen und damit alle Vereine im Land besucht. Und diese Erhebung wird in diesen Tagen ausgewertet. Ein nicht überraschendes Ergebnis ist dabei, dass es einige Vereine gibt, die gibt es schon nicht mehr. Das soll auch im CVJM-Westbund vorkommen. Das Positive dabei ist, dass der YMCA Ghana jetzt eine gesicherte Basis für seine Weiterarbeit hat. Leider braucht die Mehrzahl der Vereine in Zukunft intensivere Betreuung, als bisher angenommen, weil es an vielen Orten gravierende erkennbare Defizite gibt. Und so überlegen die Mitarbeiter, welche bei diesem Ergebnis nun die weiteren sinnvollen Schritte sind.

Für mich ist es ein besonderer Vertrauensbeweis, dass ich von Kwabena Nketia Addae, dem Generalsekretär des YMCA Ghana gebeten wurde, diesen Auswertungsprozess zu moderieren. Nach einundzwanzig Jahren intensiven Kennenlernens des ghanaischen YMCA-Alltags bei vielen Besuchen, ist das eine schöne Herausforderung.

Mit dabei sind auch Friederike und Jan-Henrik, die beiden Jahresvolontäre aus dem CVJM-Westbund, die in der YMCA-Schule in Mpraeso und im YMCA-Regionalzentrum in Koforidua arbeiten. Es macht Freude, mit beiden hier in Ghana zusammen zu sein. Besonders spannend sind für mich ihre Erzählungen, ihre vielfältigen intensiven Erfahrungen und Erlebnisse. In den vier Monaten, in denen sie hier sind, haben sie sich überraschend schnell in diesem Land mit so anderer Kultur, anderen Werten und anderen Umgangsformen eingelebt. Auch einige Brocken des Twi, das an ihren Einsatzorten gesprochen wird, haben sie sich schon angeeignet und erkunden neugierig das Land, seinen Alltag und seine Andersartigkeit.

Eckard M. Geisler
Bundessekretär für Weltdienst und Internationale Beziehungen

 

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