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Sekretärskonferenz des YMCA Ghana: Mitglieder gewinnen – Ortsvereine stärken

22.07.2015 15:16 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 0)

Vierzehn Hauptamtliche des YMCA Ghana haben sich sechs Tage ins regionale Bildungszentrum des YMCA in Koforidua, Hauptstadt der Ostregion, zurückgezogen. Ihr großes Thema hier ist unter anderem, gemeinsam Schritte zu gehen, um die über 30 Ortsvereine zu stärken.

Veränderte Zeiten brauchen neue Programme und attraktive Angebote. So gut wie jeder hier im Land nutzt ein Mobiltelefon. Viele haben die preiswerteren Tablet-Computer in Gebrauch und sind mit dem Internet über eine Preispauschale verbunden. Wen wundert’s, dass diese Digitalisierung, die auch hier tief in den Alltag hineinwirkt, auch Auswirkungen auf die alltägliche Arbeit der YMCA-Ortsvereine in Ghana hat. Attraktiv zu sein wird auf diesem Hintergrund auch hier immer schwieriger, und es braucht schon viel Phantasie und Engagement, neue Wege aufzutun. Und dazu kommt natürlich auch das Phänomen, dass junge Mitarbeitende vielfach schon mit Beginn einer höheren Schulausbildung ihre Heimatorte verlassen müssen, weil diese häufig nur in einer der „Bildungshochburgen“ zu finden ist. Eine weitere Herausforderung sind die Transfers von Angestellten landesweiter Arbeitgebern, die einen zwingen, an einen anderen Ort zu ziehen.

Teams von Ehren- und Hauptamtlichen haben alle Ortsvereine besucht, um ein genaues Bild über die aktuelle Lage der Arbeit zu bekommen, und man hat verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten entdeckt. Aus diesen will man ein Konzept entwickeln, um zielgerichtet und bedarfsgenau die Basis zu stärken. Und das ist allen bewusst: ohne Ortsvereine hat ein Nationalverband seine Daseinsberechtigung verloren.

Jeder Tag wird mit einer Morgenandacht am Frühstückstisch begonnen. Grundlage sind Losung und Lehrtext der Herrenhuter Brüdergemeine. Dass man einem Vers aus dem alten einen aus dem neuen Testament gegenüberstellt und beide sprechen lässt, diese „Methode“ ist hier in Ghana nicht bekannt und so wird von den Mitarbeitenden bei den Morgenandachten fröhlich damit experimentiert und es werden neue (geistliche) Erfahrungen gemacht.

Eckard M. Geisler
Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen

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