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Weltratstagung 2014: YMCA-Arbeit ganz praktisch und konkret

02.07.2014 09:06 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 0)

YMCA-Arbeit ganz praktisch und konkret

Zu einer solch langen Tagung, wie dem CVJM-Weltrat hier in Estes Park, Colorado, USA, an die 1.300 Delegierte aus 83 Nationalverbände sind versammelt, gehört auch ein Ausflug dazu – allerdings kein Ausflug mit allen an einen Ort. Es wurden 25 verschiedene Ausflugs- und Aktivitätsmöglichkeiten angeboten. Für eine davon musste man sich schon im Vorfeld entscheiden. Den YMCA Longmont auf der Hochebene östlich der Rocky Mountains zu besuchen, der einen Schwerpunkt in der Integration von spanischsprechenden Einwanderern hat, das fand ich spannend und interessant kennenzulernen.

So ging’s mit dem Bus wieder runter auf ca. 1.600 m, wo wir schon erwartungsfroh von Ehren- und Hauptamtlich Mitarbeitenden empfangen wurden. Von außen war das halt ein typischer US-amerikanischer YMCA: großes Gebäude, netter Empfangsbereich, Hallenbad und viel Fitness.

Dass dieser YMCA aber darüber hinaus anders ist, als andere, das zeigte sich erst hinter dem Haus. Hier durchschritten wir nämlich einen groß angelegten Gemüsegarten. Und an dessen Ende standen zwei Bienenstöcke. Schnell wurde uns das interessante Konzept dieses YMCA mit seinem „Community Garden“ deutlich. Alle Kinder, die bei den Programmen und Aktivitäten des YMCA mitmachen, dürfen sich im Garten unter Anleitung betätigen. Erwachsene, Familien und Unternehmen sind auch eingeladen, mitzumachen, entweder aktiv auf der Scholle oder aber Geld oder Setzlinge zu spenden. Hier lernen alle, dass Bienen die Pflanzen bestäuben und den Honig produzieren und wie man ihn erntet. Sie bekommen mit, wie langsam aus kleinen Setzlingen Salatköpfe, Tomaten und Kartoffeln werden, denn viele Gemüsegärten gibt es hinter den Häusern der Bewohner von Longmont nicht. Das ist ein beeindruckendes Projekt, in dem sich über die Generationen viele engagieren können. Stolz wird schließlich von der Menge an Gemüse aus eigener Ernte berichtet, das an die Tafel in der Stadt weitergegeben oder auch in den eigenen Programmen verbraucht wurde.

Ein anderer interessanter Schwerpunkt der Arbeit des YMCA in Longmont ist, dass er sich sehr bewusst den spanisch sprechenden Immigranten (Latinos) geöffnet hat. Das wird schon daran deutlich, dass das Willkommen im Eingangsbereich auch auf Spanisch an der Wand steht und die Mitarbeitenden in der Rezeption zweisprachig sind. Da in diesem Zusammenhang der YMCA nicht alles alleine schaffen kann, arbeitet er mit anderen Organisationen zusammen. So nutzt Intercambio die Räume des YMCA, und bietet von geschulten Ehrenamtlichen geleitete Englischsprachkurse an. Eine andere Organisation berät hier Einwanderer im Prozess der Erlangung der US-Staatsangehörigkeit. Wieder eine andere bietet zahnärztliche Vor- und Versorgung an. Dieses alles sind Bemühungen, dass diese Mitbürger aus ihrer Isolation herausgeholt werden und sich besser in der US-amerikanischen Gesellschaft zurechtfinden und integrieren können.

Der YMCA Longmont musste nicht lange danach suchen, wer der Nächste ist. Im Umfeld des YMCA-Zentrums wohnen mehrheitlich Latinos. Die Angebote des YMCA auch in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen lassen die Liebe für diese Nächsten ganz konkret werden.

Eckard M. Geisler
Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen
CVJM-Westbund

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