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YMCA Osenase

17.07.2013 09:36 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 0)

Die erste Etappe heute bringt uns nach Osenase, einem kleinen Ort in der Ostregion von Ghana, Westafrika, an einer sehr sehr schlechten Überlandstraße.

Vor gut 20 Jahren, als ich hier die ersten Male nach Ghana kam, da war die Partnerschaft mit dem CVJM Bad Homburg bereits in der Krise. Dadurch blieb dann leider schließlich der halbfertige Rohbau eines Innenhofgebäudes, das einmal als Kindergarten hätte dienen sollen, zurück und der YMCA Osenase war selber zu schwach, die Bausubstanz nachhaltig zu bewirtschaften. Und dann blieben auch noch wegen der zu Ende gegangenen Partnerschaft die Gelder aus für einen Weiterbau aus. Und so ist wohl die Situation in den letzten fast fünfzehn Jahren gewesen.

Aber in jüngster Zeit hat es hier interessante Veränderungen gegeben. Es gibt Erfreuliches zu berichten!

Einem YMCA-Mitglied, mit Funktion im Selbstverwaltungsgremium des Ortes, das die meiste Zeit des Jahres in London lebt und auch dort intensive Kontakte zu einem YMCA hat, waren der halbfertige Zustand des Gebäudes und die nicht vorhandene Nutzung ein Dorn im Auge. Und so hat es sich selber intensiv - auch finanziell - in diesem Gemeinwesenprojekt seines Heimat-YMCA engagiert.

Als wir heute hier zu Gast sind, fällt erst einmal ins Auge, dass das Gebäude in seiner Grundsubstanz fertig gestellt ist und durch ein großes Eisentor abgesichert wird.

Zwei interessante Nutzungen gibt es durch dieses beispiellose Engagement bereits. Da ist einmal ein kleines YMCA-Computerzentrum, in dem Schülerinnen und Schüler umgebender Schulen den Umgang mit dieser elektronischen Kommunikationsmaschine lernen können. Die Aufwandsentschädigung für den Mitarbeiter stemmt der Verein aus seiner eigenen Tasche, denn die Nutzung der Computer ist im Moment noch kostenfrei.

Dann hat man die Versorgungslage des Ortes analysiert und festgestellt, es gibt hier keine Bäckerei. Und so wurden die nötigen Gerätschaften erworben, wie eine Kentmaschine und einen gasbetriebenen riesigen Backofen. Ein junger Mann, der das Bäckerhandwerk in der Hauptstadt Accra erlernt hat und seine Hilfskraft verbacken jeden Tag zwei Säcke Mehl, aus dem Weißbrote entstehen, die ihren Weg bis in die Nachbardörfer nehmen.

Aktuell wird überlegt, wie man den Kindergarten wieder aktivieren kann, denn das Raumangebot lässt dieses noch zu.

Von zwei alten Mitgliedern, von denen einer 1993 zum Partnerbesuch in Deutschland war, werde ich nach dem Befinden des CVJM Bad Homburg gefragt. Sogar einzelne Namen von damalig Verantwortlichen fallen. Doch leider kann ich dazu keine aktuelle Auskunft geben. Mir fehlt einfach das Wissen.

Offensichtlich freut man sich sehr über unseren Besuch. Dass auf diese Weise wahrgenommen wird, dass es nach einer langen Zeit des Stillstandes mit dem Verein und seinen Aktivitäten weitergeht, empfinden die Mitglieder als ein großes Lob und einen Ansporn.

Es ist toll zu sehen, dass die großen Investitionen des CVJM Bad Homburg nach so vielen Jahren nun doch noch Früchte tragen.

Eckard M. Geisler
Bundessekretär für Weltdienst und Internationale Beziehungen

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