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YMCA Ranchi, Nordostindien - Vom Slummädchen zur YMCA-Sekretärs-Vorpraktikantin

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YMCA Ranchi, Nordostindien - Vom Slummädchen zur YMCA-Sekretärs-Vorpraktikantin

15.04.2015 16:15 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 0)

Der YMCA Ranchi, Jharkhand, Nordostindien, engagiert sich in neun Slums der Millionenstadt mit Vorschulen, Gesundheits- und Frauenbildungsprogrammen. Slums, das sind häufig Grundstücke der öffentlichen Hand, die ungenutzt im Stadtgebiet liegen. Nach und nach lassen sich hier in armseligsten Unterkünften Menschen vom Lande nieder, die ihr Glück in der Stadt suchen. Gleich neben einem solchen Slum, im Stadtteil Islamnagar, unterhält der YMCA eine Gesundheitsstation mit angeschlossenem Kindergarten und Angeboten für Frauen.

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tl_files/cvjm/Blog/Weltdienst/Indien-Ranchi-2015/4-1-Islamnagar-Slum.JPGDen Slum und seine vornehmlich moslemischen Bewohner hat es böse getroffen. Ihnen wurde angekündigt, dass Ihr Slum geräumt und abgerissen und sie an den Stadtrand umgesiedelt werden sollten. Dieses konnte viele Monate hinausgezögert werden, doch dann war es in einer Nacht- und Nebelaktion soweit. Die Bulldozer kamen! Aber als Tagelöhner gibt's am Stadtrand nichts zu verdienen. Und in ihrer wirtschaftlichen Not sind manche wieder zurückgekommen und haben sich hier noch armseliger wieder eingerichtet.

Da sind die Angebote des YMCA nebenan für sie ein wahrer Segen.

tl_files/cvjm/Blog/Weltdienst/Indien-Ranchi-2015/4-2-YMCA-Gesundheitszentrum.JPGIn ihrer Kindheit ging hier auch Julian Kandulna in die Vorschule. Sie kommt aus einer christlichen Familie und ist die Tochter des Fahrers des YMCA Ranchi, der uns sicher durch den wuseligen Innenstadtverkehr und auch über Land gefahren hat.

Damals ist ihre Familie auch in dem Slum in Ranchi gelandet. Diese YMCA-Vorschule war für ihre Eltern geradeso erschwinglich, und es gab ein Mittagessen.

 

 

tl_files/cvjm/Blog/Weltdienst/Indien-Ranchi-2015/4-4-Vorschule.JPGMit Hilfe des YMCA wurde ihr dann später eine gute Schulausbildung ermöglicht. Inzwischen hat sie ihren Master-Abschluss gemacht und ist nun dabei, selber YMCA-Sekretärin zu werden.

Gerade macht sie das Vorpraktikum in ihrem Heimatverein. Danach wird sie für ein Jahr in New Delhi die YMCA-Ausbildungsstätte besuchen. Das YMCA-Gesundheitszentrum, in dem ich sie heute treffe, ist genau das, an dem auch die Vorschule angegliedert ist, die sie damals besuchte.

 

 

 

tl_files/cvjm/Blog/Weltdienst/Indien-Ranchi-2015/4-5-Julian- Kandulna-und-Chonhas-Kujur.JPGEs ist toll zu erleben, dass der YMCA mit seiner Arbeit heftig sozial Benachteiligten eine Zukunftsperspektive schafft. Kein Wunder, dass Chonhas Kujur, der stellvertretende Generalsekretär des YMCA Ranchi mit seinen fast zweihundert hauptamtlich Mitarbeitenden ihr stolz zur Seite steht.

Eckard M. Geisler
Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen

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