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YMCA-Vorsitzender wird Chief – Der YMCA bekommt ein besonderes Gesicht

21.01.2015 10:51 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 0)

Gerade mal zwei Jahre ist Sandys Kyei Baffour Vorsitzender des kleinen Dorf-YMCAs in Morso in der Ashanti-Region von Ghana, Westafrika. Er wohnt hier, ist aber Schulleiter einer Privatschule in einem Nachbarort.

Morso liegt gute sieben Kilometer abseits der Hauptverbindungsstraße von der Hauptstadt Accra in den Norden. Erst seit einigen Jahren gibt es hier Strom und seit noch weniger Jahren ist die langgezogene Zufahrtsstraße, die sich durch die Palmöl-, Cassava- und Maisplantagen über viele Hügel zieht, asphaltiert. Und natürlich reicht der Handyempfang auch bis hierher. In den letzten paar Jahren hat sich das Leben im Dorf durch dieses alles stark verändert. Trotzdem ist die Landflucht von hier nicht aufzuhalten. Vielleicht erst gerade durch die zugenommenen Informationsmöglichkeiten, wird die Stadt für junge Leute erst recht interessant.

Seit Sandys Kyei Baffour Vorsitzender des YMCA Morso ist, ist der Dorfverein merklich aufgeblüht. Der Kindergarten hat an Format gewonnen, die Vereinstreffen sind attraktiver. Das hat auch der Chief von Morso (traditionelles Dorfoberhaupt) mitbekommen, der noch im April gemeinsam mit örtlichen YMCA die Ghana-Kompakt-Studienreisegruppe des CVJM-Westbundes empfing, bestens vorbereitet durch diesen Vorsitzenden.

Da war es dann keine wirkliche Überraschung, als im Herbst die Nachricht in Deutschland ankam, das Sandys vom Chief von Morso, also von Nana Morso Hene, zu Nana Manwere Hene, zu seinem engsten Berater und für Dorfsicherheit berufen wurde. Eine solche Berufung, die Ernennung zum Nana, ist die wohl höchste Ehre, die jemanden in einem solchen Gemeinwesen zukommen kann, und es ist ein Amt auf Lebenszeit. So mancher Ghanaer würde einiges dafür geben, dass ihn eine solche Wahl trifft.

Darüber ist natürlich auch der YMCA über die Maßen stolz, denn ein wenig Glanz dieser Auszeichnung geht natürlich auch auf den Ortsverein über.

Als wir heute in Morso ankommen, ist der Vorsitzende natürlich in seiner „Dienstkleidung“ zum Treffpunkt im Dorf unterwegs. Und wenn er so kommt, dann geht ihm natürlich sein Sprecher, der Linguist, voraus, ihm folgt sein Stuhlträger und über ihn wird der Herrscherschirm gehalten. Als wir dann zu weiteren Treffen gemeinsam durchs Dorf gehen und nicht den YMCA-Minibus nutzen, ist sein Kommentar: „Die Dorfbewohner müssen einen sehen können!“ Klar, dass damit dann auch der örtliche YMCA ein ganz besonderes Gesicht bekommt.

Eckard M. Geisler
Bundessekretär für Weltdienst und internationale Beziehungen

 

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