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YMCA Wawase, Ghana – Ein Chief macht „Nägel mit Köpfen“

23.01.2015 10:18 von Eckard M. Geisler in CVJM weltweit (Kommentare: 0)

Der Besuch beim YMCA Wawase in der Ashanti-Region von Ghana, Westafrika, war schon besonders. Mit Hilfe des CVJM Deilinghofen konnte dort vor Jahren ein Kindergarten gebaut worden. Doch bei der Nutzung als Kindergarten ist es nicht geblieben. Inzwischen ist daraus eine kleine YMCA-Schule erwachsen, deren Pfund die kleinen Klassen sind.

Mit dem Partner aus Deutschland wurde als zweites Projekt der Bau einer Dorfklinik begonnen. Nun hat sich ein ehemaliges gut betuchtes Vereinsmitglied aus der Hauptstadt Accra angeboten, beim Weiterbau der Klinik mitzuhelfen. Er möchte dem guten Namen seiner Mutter ein Denkmal setzen. Deren Namen soll nämlich dieser Gesundheitsposten schmücken.

Wir sind zum Empfang beim Chief in dessen Herrschersitz, im Chief’s Palace, eingeladen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des YMCA treffen wir dort alle derzeit im Ort befindlichen Würdenträger an. Zu meiner großen Überraschung waren die Wände der den Versammlungsplatz umsäumenden Gebäude mit Geschichtstafeln des Ortes dekoriert. Hier waren die wichtigen Ereignisse der letzten gut zwanzig Jahre im Ort dokumentiert. Und immer wieder finden sich auf diesen Tafeln die vier Buchstaben „YMCA“. In toller Weise wird hier die wichtige Rolle des YMCA aufgezeichnet, die dieser Verein in der jüngsten Geschichte und der Gegenwart im Ort gespielt hat und spielt.

Der Chief, das Dorfoberhaupt und seine Ältesten zeigten ein intensives Interesse an der Arbeit des Vereins, denn wenn neben Kindergarten und Schule ein Gesundheitsposten entstehen würde, dann wäre das ein wichtiger und überaus begrüßenswerter Schritt in der Entwicklung des Orts. Alle Einwohner würden davon profitieren.

Um „Nägel mit Köpfen“ zu machen, schwor er selber den neu gebildeten Vorstand auf seine Aufgaben ein, nominierte ein Mitglieder aus seinen Ältesten, um Bindeglied zum YMCA zu sein und gab dem Vorsitzenden zwei Wochen Zeit, um bei der nächsten öffentlichen Zusammenkunft der Dorfältesten, über die Pläne des Vereins in der nächsten Zeit zu berichten.

So macht YMCA-Arbeit in Ghana Sinn, nämlich für und mit dem Gemeinwesen zu arbeiten. Und dabei ist es auch ganz wichtig, die Dorfleitung mit einzubeziehen.

Eckard M. Geisler
Bundessekretär für Weltdienst und Internationale Beziehungen

 

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