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Freiwilligendienst in Ghana

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Freiwilligendienst im YMCA in Ghana

 

Die Schule ist gelaufen - doch was nun? Warum also nicht mal ein Jahr etwas ganz Anderes machen?

Der CVJM-Westbund bietet jungen Erwachsenen in Ghana die Möglichkeit, in der YMCA-Schule in Mpraeso, in Kororida in einer christlichen Schule und aller Voraussicht nach in Takoradi in einem YMCA-Ausbildungsprojekt für Schneiderinnen und Hauswirtschafterinnen mitzuarbeiten. Eine weitere Einsatzstelle gibt es im Berufsausbildungszentrum (Bauzeichner, Elektriker, Schreiner und Maurer) des YMCA in Accra. Für diese muss man aber bereits eine berufliche Qualifikation mitbringen. Auch der Umgang mit Computern wird hier geschult.

Dieser Freiwilligendienst wird nach den Standards und in Zusammenarbeit mit CVJM Deutschland und weltwärts angeboten.

Informelle Bewerbungen und weitere Infos:
Eckard M. Geisler
Tel. 02191-569699
e.geisler@cvjm-westbund.de

Bewerbungsschluss für den Jahrgang 2018/19 ist der 31. Oktober 2017.

Keine Scheu vor "Obruni" - Freiwilligendienst in Ghana

Im YMCA Ghana können junge Erwachsene einen Internationalen Freiwilligendienst machen. Aus dem CVJM-Westbund waren Friederike Siemers und Jan-Henrik Lahr die ersten beiden Volontäre dort und berichten über ihre Erfahrungen.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Ghana/Volontaere2017/1 - YMCA-Zentrum Koforidua.JPGJan-Henrik war in Koforidua im YMCA-Regionalzentrum und arbeitete vor allem an einer Schule: "Ich helfe und unterrichte teilweise auch selber in den Jahrgangsstufen 1 - 7 (das heißt, dass ich es mit Kindern/Jugendlichen im Alter zwischen 4 und 18 zu tun habe) und es macht mir sehr viel Spaß und die Kinder respektieren mich größtenteils. Im Sport gehen wir eigentlich immer nur raus und spielen Fußball, weil die Kinder, das fast alle natürlich lieben und es kommt mir auch sehr gelegen. Einmal, als es mir nicht so gut ging und ich im Sportunterricht nur außen saß und den Schülern beim Fußball spielen zugeguckt habe, kamen sie plötzlich, als die eine Mannschaft ein Tor geschossen hatte, alle zu mir und haben sich auf mich 'draufgeworfen', was mich dann doch ziemlich belustigt hat. In Kunst, versuche ich ihnen Malen und Zeichnen beizubringen, und ich hatte sogar schon eine Tanzstunde, wobei ich da eher von den Kindern lernen konnte. In ICT habe ich es mit allen möglichen Themen um Kommunikation, Computer und Internet zu tun, die mir glücklicherweise relativ gut liegen. Dazu kommt noch, dass ich immer in die Vorschulklassen gehen kann, wenn ich keinen offiziellen Unterricht habe. Das ist sowohl anstrengend als auch super, denn die Kinder mögen mich alle sehr gerne. Auch können die kleinen Kinder eigentlich nie genug von mir bekommen und wollen immer von mir hochgenommen werden und sich auf meinen Schoß setzen usw., was mir irgendwo das Gefühl gibt, gebraucht zu werden. Außerdem verstehe ich mich mit den älteren Schülern im Unterricht eigentlich sehr gut und kann auch mal Späße mit ihnen treiben."

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Ghana/Volontaere2017/4 - YMCA-Schule Mpraeso - Neubau.JPGAuch Friederike hat besondere Erfahrungen sammeln können: "Positiv war meine Aufnahme in der YMCA-Schule in Mpraeso. Alle haben sich gefreut mich zu sehen, die Kinder kamen angerannt, wollten ausprobieren, ob meine weiße Haut nur angemalt ist, strichen über meine Haare und freuten sich, wie weich sie doch seien. Klar, irgendwann geht es einem auf die Nerven von allen Seiten 'Obruni' (Weiße) gerufen zu werden, aber wenn ich jetzt durch Köln-Vogelsang gehe und nicht mal ein Kind auf der Straße spielen sehe, macht mach das schon etwas melancholisch. Dann fallen mir wieder die vielen Momente ein, in denen einem wildfremde Kinder an den Beinen hängen und sich tierisch über jede Bewegung, jedes Wort von dir freuen können, auch wenn sie kein Wort verstehen. Außerdem hatten die ganz kleinen schnell ihre Scheu vor der Obruni abgelegt und jedes Mal wenn ich den Kindergarten betrat und ein paar Kinder im Hof waren, wurde ich umkreist und immer halb umgeworfen.

Ich hatte angefangen, freitags mit den Kindern Spiele zu spielen: Nach der Pause haben sie manchmal Sport und laufen auf dem Schulhof herum. Ein kleines Problem hierbei ist zum Einen die Verständigung. Es können noch nicht alle gut genug Englisch, um die ganze Erklärung zu verstehen. Dazu kommt, dass Kinder im Alter von etwa 10 Jahren nicht bis zum Ende zuhören wollen, weil sie das Spiel ja vorher schon verstanden haben – nur leider eben manchmal auch falsch. Auch ist es nicht ganz leicht den Kreis der Kinder überschaubar zu halten. Wenn ich mit etwa zwanzig Kindern anfange, habe ich am Ende nicht weniger als hundert erwartungsvolle Ghanaer vor mir stehen, die alle mitspielen wollen. Das ist ziemlich lustig, bei hundert Leuten im Kreis.

tl_files/cvjm/Arbeitsbereiche/CVJM weltweit/Ghana/Volontaere2017/5 - YMCA-Schule Mpraeso - Klassenzimmer.JPGAußerdem hatte ich einen ghanaischen Brauch kennen gelernt: In 'meiner' Klasse fehlt seit mehr als einer Woche durchgehend ein Junge. Am letzten Dienstag war schon der siebte Tag, an dem er krank war. Deshalb wurden nach der großen Pause von 11.45 bis 12.30 etwa 15 Kinder aus der Klasse ausgesucht, die mit zwei Lehrern und mir mit dem Schulbus zu dem Jungen nach Hause gefahren sind. Die Fahrt war ziemlich eng, da in drei der Sitzreihen die alten Reifen des Busses lagen, trotzdem haben – wieder einmal zu meiner Überraschung – alle rein gepasst. Es ging einmal quer durch Mpraeso und schließlich hielt der Bus vor einem zweistöckigen Gebäude abseits von der geteerten Straße. Dort stiegen wir alle aus und wurden von den Leuten, die vor dem Haus saßen mit großem Hallo begrüßt. Sofort wurden Hände geschüttelt, nach Namen gefragt und sich nach dem Befinden von einem selber und der gesamten Familie erkundigt. Danach wurde der Junge aus dem Haus geholt. Er war sichtlich angeschlagen, freute sich aber über den Besuch seiner Klassenkameraden. Diese sang erst ein ghanaisches Lied für ihn und anschließend wurde für seine schnelle Genesung gebetet. Danach verabschiedeten sich alle und stiegen wieder in den Bus und es ging zurück zur Schule. Einen Tag später war der Junge wieder in der Schule – das Gebet wurde wohl erhört."

Derzeit bereiten sich vier Freiwillige auf ihren Aufenthalt in Ghana ab Mitte August vor. Interessenten an diesem Volontariat für 2018/19 müssen sich bis zum 31. Oktober 2017 formlos bei

Eckard M. Geisler, Barmer Str. 20, 42899 Remscheid
oder e.geisler@cvjm-westbund.de bewerben.

Mit einer abgeschlossenen handwerklichen Berufsausbildung ist auch eine Mitarbeit im Berufsausbildungszentrum des YMCA in Accra denkbar.